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Warum Ausdauertraining?

1. Gesund und fit durch Ausdauertraining

Gesund, körperlich und geistig fit zu sein und bis ins hohe Alter auch zu bleiben, ist für viele Menschen heutzutage wichtiger denn je. Um diese Ziele zu erreichen, gibt es ein wirksames Mittel - und das heißt Ausdauertraining!

So steigert regelmäßiges Ausdauertraining nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit in Alltag, Freizeit und Beruf, sondern beeinflusst vor allem die Gesundheit positiv. Ausdauertraining beugt zahlreichen Erkrankungen, wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Typ-2-Diabetes vor und verlängert das Leben. Bei Übergewicht unterstützt Ausdauertraining den Abbau von Körperfett.

Ebenso hilft es, Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu steigern. Bei bereits bestehenden Erkrankungen ist es oftmals ein wirksames unterstützendes Mittel. Zwei weitere gute Nachrichten: Ausdauer ist bis ins hohe Alter trainierbar. Mit schon relativ geringem Aufwand lässt sich eine vergleichsweise große Wirkung erzielen. Gerade Neueinsteiger profitieren davon.

Gäbe es eine Pille, die so viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit und Fitness des Menschen hätte wie das Ausdauertraining, nahezu alle Menschen würden Sie schlucken.

Dabei können Sie sich sicher sein: Ein gutes Ausdauertraining macht mehr Spaß und ist erfüllender!

2. Körperlich fit sein und länger leben!

Ein trainiertes Herz-Kreislaufsystem schützt vor Herzinfarkt sowie Schlaganfall und kann das Sterberisiko senken. Besonders Personen mit Risikofaktoren, z. B. Raucher, Übergewichtige oder Hypertoniker, profitieren in jedem Alter von der schützenden Wirkung.

Ausdauertrainierte Personen haben im Vergleich zu untrainierten, körperlich inaktiven Personen ein um ca. 30 % vermindertes Risiko, vorzeitig zu sterben. Die schützende Wirkung des Ausdauertrainings gilt für Männer und Frauen gleichermaßen und über alle Altersstufen hinweg. Infolge eines Ausdauertrainings sinken z. B. der Ruhepuls und der Blutdruck, die Gefäße bleiben jung und elastisch, eine Arterienverkalkung kann aufgehalten werden, Das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko wird dadurch deutlich gesenkt (vgl. BERLIN/COLDITZ 1990; LEE et al, 2003).

Anstrengung lohnt sich beim Ausdauertraining, Denn je besser der Fitnesszustand des Herz-Kreislaufsystems ist, umso geringer ist das Sterberisiko. So konnte in verschiedenen Studien gezeigt werden, dass diejenigen Personen, welche die beste körperliche Fitness im Ausdauerbereich aufwiesen, im Vergleich zu den Personen mit der schlechtesten körperlichen Fitness sogar ein um bis zu 50 % niedrigeres Sterberisiko hatten (BLAIR et al, 1996). Der Nutzen einer guten körperlichen Fitness auf die Senkung des Sterberisikos gilt im Übrigen auch für
Personen mit bereits bestehenden Risikofaktoren oder Erkrankungen, wie z. B. Übergewicht, Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes, Ein Kalorienverbrauch von> 1000 kcal pro Woche (entsprechend ca. 2-2,5 h Walking) ist schon ausreichend, um bereits von den schützenden Effekten des Ausdauertrainings zu profitieren, Grundsätzlich gilt jedoch: Je mehr Aktivität, umso besser!

Quellen: BERUN, J. A/COLDI1Z, G. A: A meta-analysis of physical actMty in the prevention of coronary heart disease. Am J Epidemiol132 (1990) 4, 612-628. BLAIR, S. N. et 81.: Influences of cardiorespiratory fitness and other precursors on cardiovascular disease and all-cause mortality in men and women. JAMA 276 (1996) 205-210. LEE, C. D./FOLSOM, A R./BLAIR, S. N.: Physical activity and strake risk: a meta-analysis. In: Strake 34 (2003) 10, S. 2475-2481.

3. Für ein starkes Immunsystem!

Ein moderat intensives Ausdauertraining kann die körpereigene Immunabwehr mobilisieren. Auf diese Art und Weise wird die Anfälligkeit für Infekte gesenkt. Das hilft, um infektfrei auch durch besonders "gefährliche" .Jahreszeiten, wie z. B. Herbst und Winter, zu kommen.

Regelmäßiges Ausdauertraining von moderater Intensität und moderatem Umfang stärkt die Immunabwehr, die Funktion bestimmter Immunzellen (natürliche Killerzellen, Lymphozyten und Fresszellen) wird verbessert. Dieser Effekt führt dazu, dass nachgewiesenermaßen die Infektrate der oberen Atemwege, vermutlich aber auch die allgemeine Infektanfälligkeit, gesenkt wird (vgl. NIEMAN et al. 1993). Besonders Menschen, die über eine erhöhte Infektanfälligkeit klagen, profitieren daher besonders von einem regelmäßigen moderat intensiven
Ausdauertraining (vgl. BAUM/LIESEN 1998). Ein zu intensives, zu umfangreiches und erschöpfendes Ausdauertraining mit nicht ausreichenden
Erholungsphasen bewirkt allerdings Gegenteiliges. Es kann das Immunsystem vorrübergehend schwächen und die Infektanfälligkeit erhöhen.

Quellen: BAUM, M./liESEN, H.: Sport und Immunsystem. Dtsch Ärztebl95 (1998) 10, A5385-541. NIEMAN. D. C. et al.: Physical activity and immune function in elderly women. Med Sei Sports Exerc. 25 (1993) 823-831.